Wald und Standort

Wald

Naturnaher Waldbau
und Schutzwaldpflege


Pflege des
Erholungswaldes

Standort

Standort

Waldpflege im Erholungswald; Entwicklung, Schulung und Beratung

Weisst du, was ein Wald ist?
Ist ein Wald etwa nur zehntausend Klafter Holz?
Oder ist er eine grüne Menschenfreude?

Bertold Brecht

Weshalb?

Seit Brecht diese Zeilen schrieb, ist mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen und noch gibt es keine gängige Vorstellung, welche Wälder und Waldbilder den BesucherInnen Freude bereiten und welche eher abweisend wirken.

Solange sich im Wald wenig ändert und die BesucherInnen mit "ihren" Wäldern zufrieden sind, solange bietet diese Unsicherheit keine Probleme. Heute ist die Waldbewirtschaftung in der Schweiz und in unseren Nachbarländern aber im Umbruch, die Anfänge deutlicher Waldveränderungen sind sichtbar und es ist wahrscheinlich, dass bedeutende Erholungswerte verschwinden.

Deshalb ist es Zeit über die Frage Brechts ernsthaft nachzudenken. Mit dem Projekt "Pflege von Wald mit Erholungswirkung" konnte ich 2005 und 2006 für das Bundesamt für Umwelt in Bern einen Schritt in diese Richtung tun, dabei wurde sichtbar, welche Bäume und Baumkollektive erhalten und gepflegt werden müssen.

Der Ansatz

Wahrnehmen, was wirkt: Wir haben die Frage nach dem Erholungswert von Bäumen und Baumgruppen neu angepackt. Erstens haben wir ortskundige Förster gefragt, wo sich die BesucherInnen aufhalten, welche Wege sie bevorzugen und wo sie verweilen. Zweitens haben wir untersucht, was besonders und selten ist (Beispiel: Welches sind die dicksten Eichen in der Gemeinde). Die Ergebnisse dieser Beobachtungen haben wir verknüpft. Daraus ergibt sich eine plausible Auswahl lokal wertvoller Bäume und Baumgruppen.

Fördern mit Sachverstand: Wenn bekannt ist, was für die BesucherInnen attraktiv ist, kann man die Frage nach der Pflege stellen. Diese folgt den Prinzipien des naturnahen Waldbaus, d.h. der Förster arbeitet auch hier im Einklang mit den natürlichen Lebensabläufen.

Vorstellen mit Gewinn: Sobald Waldbesitzer die Bedeutung bestimmter Objekte für die Erholungssuchenden erkennen, können sie diese Werte der Bevölkerung vorstellen. Das Gespräch zwischen Waldbesitzern und BesucherInnen ist Voraussetzung für das "in Wert setzen" des Erholungswaldes.

Interessiert?

Wollen Sie:
  • Die Methode kennen lernen?
  • In einem Waldgebiet die wichtigsten Erholungswerte ausscheiden?
  • Förster und Forstwarte entsprechend weiterbilden?

Senden Sie mir eine E–Mail mit Ihrer Anfrage.

Waldpflege im Erholungswald