Methode

Mediation (lat. 'Vermittlung') Mediation ist ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung von Konflikten. Die Konfliktparteien wollen mit Unterstützung einer dritten allparteilichen Person (dem Mediator) zu einer gemeinsamen Vereinbarung gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Der Mediator trifft dabei keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts, er ist für das Verfahren verantwortlich (Quelle: Wikipedia).

Keine Sieger und Verlierer, nur Gewinner! Mediation heisst Vermittlung und Vermittlung heisst einen Ausgleich finden. Weil dieser nicht von aussen aufgesetzt sondern von den Parteien selber gefunden wird, gibt es nicht Sieg und Niederlage sondern eine gemeinsame auf die Zukunft ausgerichtete Lösung. Im Gegensatz zur Rechtsprechung wo es Gewinner und Verlierer gibt, macht es die gemeinsame Lösungsfindung möglich, dass der Konflikt tatsächlich beendet wird.

Ist Vermittlung wirklich möglich? Wer selber in einem Konflikt steckt, glaubt meistens nicht, dass es eine einvernehmliche Lösung geben kann. Weshalb soll man sich einigen können wenn man sich doch im Recht weiss? Das ist die Sicht der Parteien. Gebete in SteinVon Aussen betrachtet erkennet man, dass alle Konfliktparteien gute Gründe haben den Streitpunkt genau so zu sehen wie sie ihn sehen. Das ist der Ausgangspunkt für den Mediator, er sucht nicht nach Recht und Unrecht sondern er ist interessiert an den Sichtweisen der Parteien. Er will wissen weshalb diese den Konflikt so sehen. Bemerken die Konfliktparteien, dass endlich jemand offen und bereit ist sie anzuhören, entsteht der erste Teil des Fundamentes auf dem die Vermittlung aufbauen kann. Die zweite Phase schliesst nahtlos an. Der Mediator hilft den Parteien selber zu verstehen weshalb sie so verbittert, enttäuscht und verärgert sind, es geht um die Verletzungen die hinter den vordergründigen Streitpunkten stehen. Wenn es gelingt, dass alle Parteien ihre wunden Punkte erkennen und aussprechen können, kommt der Konflikt auf eine andere Ebene. Jetzt werden nicht mehr die harten Positionen vertreten sondern verständliche Beweggründe geäussert. Von dieser Ebene aus wird der Perspektivenwechsel möglich, es wird möglich, dass die Parteien überhaupt hinhören können was die anderen sagen und worum es ihnen wirklich geht. Durch klare Gesprächsführung und mit Hilfe passender Fragen und Moderationstechniken schiebt der Mediator den Perspektivenwechsel voran. Dies geschieht über das Zuhören, hin zum verstehen was gesagt wird und zum glauben, dass die anderen das tatsächlich so erleben wie sie es erzählen. Es geht nicht darum, dass die Parteien sich gegenseitig Recht geben, es genügt vollauf, dass die Parteien sich gegenseitig zugestehen, dass man den Streitpunkt tatsächlich so sehen kann wie die andern ihn sehen. Wird dieser Punkt erreicht ist der Weg offen für Lösungsoptionen und die gemeinsame Lösungsfindung.