Ausgangspunkt jeder Aufstellung ist ein aktuelles Problem in einem bestimmten System, eingebracht von einer Person, die damit direkt verflochten ist.
Aufstellungen machen Zustände, Beziehungen und Entwicklungen von Systemen sichtbar. Erkannt werden sowohl bewusste als auch unbewusste Wechselwirkungen wie Nähe, Distanz, Spannung, Ablehnung oder Zugehörigkeit.
Sehen und erkennen, was in einem System ist und wirkt, was hindert oder unterstützt und wesentlich ist, dass erstarrte Strukturen gelöst und eingeschliffene Muster durchbrochen werden können.
Wirklich sehen und anerkennen, was ist, verlangt Mut und Kraft, denn die Trägheit des Bekannten ist stark und jede Veränderung ist begleitet von Unsicherheit. Durch die fast schockierende Klarheit und die Reduktion auf das Wesentliche vermag die Aufstellungsarbeit das Beharrungsvermögen von Systemen aufzubrechen.
Wie kommt es zu dieser Klarheit, wie kann es sein, dass auch Unbewusstes sichtbar wird?
Aufstellungsarbeit ist Teamarbeit: Stellvertretend für bestimmte Elemente eines Systems betreten Personen einen Raum und nehmen bestimmte Plätze ein. Dort nehmen sie wahr, wie sie sich gerade fühlen, was sie interessiert, ob ihr Platz stimmt oder ob sie sich bewegen möchten.
Wer das Problem eingebracht hat, erhält Gelegenheit die Wechselwirkungen im System von aussen zu beobachten und was sie oder er dabei sehen und verstehen ist immer erstaunlich, denn diese Optik ist absolut neu und unbekannt. Gleichzeitig nimmt die Betrachterin oder der Betrachter aber auch wahr, dass sie oder er im Grunde die Ursachen des Problems bereits "kannten". Was vor der Aufstellung implizit geahnt worden war, wird durch die Aufstellung explizit, also bewusst reflektiert und sprachlich erfasst.
Mehr zur praktischen Anwendung der Methode (pdf–Dokument 3,4MB)