Methode

Die Erkenntnis folgt der Handlung: Die Methode nutzt die ursprünglichste Form des Lernens, das eigene Tun und Erleben. In einem Raum oder in der freien Natur übernehmen die TeilnehmerInnen die Stellvertretung von Pflanzen, von Tieren, von Lebensräumen, von Gebäuden und von Menschen. Zwischen den Stellvertretern entsteht eine "Raumsprache", die wir im Grunde kennen aber kaum beachten. So werden Zustände, Beziehungen und Entwicklungen von Systemen sichtbar.

Die Methode ist lösungsorientiert: Ausgangspunkt jeder Aufstellung ist ein aktuelles Anliegen in einem bestimmten System, eingebracht von einer Person, die damit direkt verflochten ist. Durch die Klarheit und die Reduktion auf das Wesentliche vermag die Aufstellungsarbeit das Beharrungsvermögen von Systemen aufzubrechen.

Der Perspektivenwechsel erweitert die Sicht: Wer das Anliegen eingebracht hat, erhält Gelegenheit die Wechselwirkungen im System von aussen zu beobachten und was sie oder er dabei sehen und verstehen ist immer erstaunlich. Wirklich sehen und anerkennen, was ist, verlangt Mut und Kraft, denn die Trägheit des Bekannten ist stark und jede Veränderung ist begleitet von Unsicherheit.

Die Herkunft und das Besondere der Naturaufstellungen: Die Wurzeln und die Grundzüge der Naturaufstellungen liegen bei den Familien- und den Organisationsaufstellungen (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Systemaufstellung). Das Besondere liegt einerseits in der Weite der Systemgrenzen, Tiere, Pflanzen und ihre Lebensräume gehören genauso dazu wie der Mensch. Andererseits in der Stellung des Menschen im System, er ist hier nicht Zentrum sondern Teil. Mit dieser Erweiterung wird die Relativität menschlicher Werte, Normen und Hierarchien sichtbar.

Die Methode in der praktischen Anwendung (April 2007) (pdf–Dokument 3,4MB)

Naturaufstellungen zur Analyse und zur Lösungsfindung in Systemen unserer Mitwelt (März 2012) (pdf-Dokument 500KB)

Naturerfahrung und Naturtheater; Eine neue Sicht auf unsere Mitwelt (pdf-Dokument 570KB)