Naturnaher Waldbau, Nachhaltigkeit seit über hundert Jahren!
Es ehrt und freut mich heute wie vor fünfundzwanzig Jahren, dass ich immer wieder wichtige Aufgaben und Projekte zur naturnahen Waldbewirtschaftung
übernehmen kann. Naturnaher Waldbau wie er in der Schweiz gelehrt und praktiziert wird, ist Nachhaltigkeit pur.
Es tönt wie ein Wunder und ist doch wahr, wer naturnah wirtschaftet, kann immer wieder grosse Mengen Holz nutzen und dennoch bleibt die vielfältige
Lebensgemeinschaft Wald und die Bodenfruchtbarkeit dauernd erhalten und das ohne jede Düngung!
Menschen die für vielfältige, widerstandsfähige Wälder einstehen!
Realität wird naturnaher Waldbau nur, wenn Fachleute da sind, die viel über den Wald und seine Dynamik wissen und gleichzeitig die Einzigartigkeit jedes
einzelnen Baumes erfassen und situationsgerecht handeln können. Ich freue mich, einem weiten Netzwerk weitsichtiger und kompetenter Waldfachleute
anzugehören. → zum Netzwerk
Ausgewählte Projekte und Prozesse
- Grundanforderungen an den naturnahen Waldbau (2005–2008).
Ein Projekt im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt in Bern. Welche Anforderungen gelten für die ganze Waldfläche der Schweiz? Wie fasst man diese
Anforderungen, damit sie verständlich, umsetz– und kontrollierbar sind? Diese Frage bearbeite ich gegenwärtig zusammen mit den Ingenieurbüros
Kaufmann+Bader (Solothurn), Impuls (Thun) und punctowald (Bern).
- Nachhaltigkeit und Erfolgskontrolle im Schutzwald (2001–2004).
Eine Wegleitung für Pflegemassnahmen in Wäldern mit Schutzfunktion. Ein Projekt im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt in Bern. Die Wegleitung beschreibt,
wie Lawinen–, Steinschlag– und Hochwasserschutzwälder aufgebaut sein müssen und weist den Fachleuten vor Ort den Weg, wie sie diesen Aufbau mit
möglichst geringem Aufwand erreichen. Diese Wegleitung konnte ich zusammen mit Raphael Schwitter (Fachstelle Gebirgswaldpflege, Maienfeld), Monika Frehner (Sargans) und
vielen Fachleuten aus Praxis, Lehre und Forschung erarbeiten.
- Controlling im Schutzwald (2001–2004/2006).
Projekte für das Bundesamt für Umwelt in Bern und das Amt für Wald des Kantons Bern. Die Wirkung waldbaulicher Massnahmen auf die Entwicklung von Schutzwäldern
ist schwer zu erfassen, denn das Wachstum der Gebirgsbäume ist langsam und das Auftreten gefährlicher Prozesse nicht vorhersehbar. Das von uns entwickelte Controllingkonzept
(Wasser, Frehner, Schwitter) erlaubt es den Fachleuten vor Ort Entwicklungen zu erfassen und Lenkungsmassnahmen zu ergreifen.
- Pflege von Erhohlungswäldern (2005–2006). → mehr
- Förderung der Plenterung (2003–?).
Ich bin Mitglied des Stiftungsrates von Pro Silva Helvetica. Die Plenterung ist eine besondere Form des naturnahen Waldbaus. Auf kleinstem Raum findet man kleine,
mittlere und sehr grosse Bäume.
Im Grunde ist die Plenterung ein Nachvollzug einer Dynamik wie man sie von Urwäldern kennt. Ziel der Stiftung ist die Förderung
dieser sehr naturnahen und gleichzeitig hoch effizienten Bewirtschaftungsart.